Schornsteinberechnung

Ist mein Schornstein geeignet?

Der Schornstein muss für die neue Feuerstätte geeignet sein. Eine Querschnittsberechnung stellt sicher, dass dies ordnungsgemäß funktioniert.


Wenn Sie einen z.B. einen neuen Kaminofen einbauen, muss durch eine Berechnung nachgewiesen werden, dass die Abgase sicher ins Freie abgeführt werden.

Deshalb muss Schornsteinquerschnittsberechnung durchgeführt werden.

Die DIN EN 13384 ist die europäische Norm für die Schornsteinberechnung und beschreibt das Rechenverfahren für eine Einfach-, bzw. eine Mehrfachbelegung des der Abgasanlage.
Bei der Schornsteinberechnung werden zwei Bedingungen überprüft, erstens die Druckbedingungen und zweitens die Temperaturbedingungen.
Die Einhaltung der Druckbedingung stellt sicher, dass die Drücke in der Abgasanlage ausreichen, um die Abgase sicher ins Freie zu befördern und die Funktion der Feuerstätte.
Die Einhaltung der Temperaturbedingung stellt zusätzlich sicher, dass der Schornstein langfristig vor Schäden durch Kondensation geschützt ist oder die Mündung bei niedrigen Außentemperaturen nicht zufriert.

Selbstverständlich führen wir die Schornsteinquerschnittsberechnung kostengünstig und neutral aus.
Für eine Erfassung ihrer Anlage haben wir Ihnen hier ein Datenblatt zusammengestellt. Bitte laden Sie sich diese Datei herunter. Das Formular für eine Einfachbelegung bzw. für eine Mehrfachbelegung.

Pelletheizung und vorhandener Schornstein

Feuchtigkeitsunempfindliche Schornsteine für Pelletheizungen notwendig

Wie bei allen Brennstoffen benötigt auch der Betreiber ­einer Pelletheizung oder eines Pellet­ofens einen Schornstein zur sicheren Abführung der Verbrennungsgase. Hierbei gilt es für den Planer und Bauunternehmer einiges zu beachten: Am wichtigsten ist, dass der Schornstein für feuchte Betriebsweise ausgelegt ist. In der Vergangenheit war eine feuchte Betriebsweise bei Anschluss von Feuerstätten für feste Brennstoffe nicht notwendig, weil diese Feuerstätten so hohe Abgastemperaturen hatten, dass der Wasserdampf im Schornstein nicht kondensierte. Trockene Betriebsweise war ausreichend und normal. Die feuchte Betriebsweise (FU) war nur notwendig für die Öl- und Gasfeuerstätten mit niedrigen Abgastemperaturen. Die rasche Weiterentwicklung von Feuerstätten für feste Brennstoffe führt nun insbesondere bei Pelletöfen und Pelletheizkesseln ebenfalls zu solch niedrigen Abgastemperaturen mit der Konsequenz, dass im Schornstein Kondensat entstehen kann.

Geprüfter Service durch uns

Eine für den Brennstoff Pellet geeigneter Schornstein muss im Hinblick auf die Norm-Entsprechung wie folgt gekennzeichnet sein:

„G“ bedeutet das die Anlage rußbrandbeständig ist. Der Buchstabe „W“ steht für "wet" und ist die Eignung zur feuchten Betriebsweise. Die „3“ ist die sog. Korrosionswiderstandsklasse, sie bescheinigt die Korrosionsbeständigkeit für gasförmige, flüssige und feste Brennstoffe.

Die Kombination "W" und "3" ist für Schornsteine mit keramischen Innenrohren auf Grund der extrem hohen Säurebeständigkeit kein Problem. Die Herausforderung besteht darin, dass die Eigenschaft feuchte Betriebsweise (W) auch nach einem Rußbrand gegeben sein muss (G). Deshalb benötigen die Hersteller für eine GW3-Zulassung drei Prüfungen an einem Prüfschornstein in festgelegter Reihenfolge:

1. thermische Prüfung für Betriebstemperatur T400 (6 Stunden bei 500 °C)
2. Rußbrandprüfung (30 min bei 1000 °C)
3. Feuchteunempfindlichkeitsprüfung

Geprüfter Service durch uns

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